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Im Clip: Christian Torez mit "Another Love"

Dafür verurteilt, wen man liebt

"Ich bin in Mecklenburg-Vorpommern großgeworden, wo es noch nicht so etabliert ist, dass man anders liebt", beginnt Christian seine Geschichte. "Ich habe versucht, eine Rolle zu spielen, bis ich mich dann geoutet habe. Die Schüler haben es natürlich nicht so cool gefunden, dass ich schwul bin, haben mich dann ausgegrenzt, haben mir gesagt, ich soll Spucke von den Schuhen lecken", fügt er hinzu. Erfahrungen, die ihre Narben hinterlassen haben. In dieser Zeit stand ihm eine Person immer zur Seite: seine Mutter. "Ich bin meiner Mutter unheimlich dankbar dafür, dass sie immer zu mir gestanden hat", sagt er gerührt.

Ein weiterer Schicksalsschlag

Er zog zu seinem Vater, um Mecklenburg-Vorpommern und den dortigen Erfahrungen den Rücken zu kehren. Doch auch dort wurde er nicht mit offenen Armen empfangen: "Als ich ihm gesagt habe, dass ich schwul bin, wurde ich ziemlich zeitnah aus der Wohnung geschmissen und konnte meine ganzen Möbel und Klamotten auf der Straße aufsammeln, da war ich 16", erinnert sich der 25-Jährige.

Christians Mutter: "Ich bin froh, dass ich ihn wiederhab"

"Meine Mama war tausende Kilometer von mir entfernt. Ich hab gedacht, dass ich einen sicheren Halt habe, aber das hatte ich nicht." An dieser Stelle ergreift Christians Mutter das Wort. Ihre Augen glänzen und ihre Stimme ist belegt, als sie erzählt, dass sie ihren Sohn von dort wieder abholen gefahren ist. "Ich bin froh, dass ich ihn wiederhab", gesteht sie.

Christian Torez singt "Another Love" von Tom Odell

Es wird Zeit für seinen Auftritt. Auf der "The Voice"-Bühne zieht er alle Blicke – und Ohren auf sich. Die Coaches brauchen nicht lange, um herauszuhören, dass hinter ihnen ein Rohdiamant performt. Und es kommt, wie es kommen muss: Christian bekommt einen Vierer-Buzzer! 

Stefanie: "Du hast [die Zeit] perfekt genutzt, um dich zu zeigen"

"Das Lied ist stark, aber du hast es zu deinem Lied gemacht. Das fand ich beeindruckend. Ich fand alles genial", lobt ihn Rea, der sich als Erster umgedreht hat – eine Tatsache, die er sich nicht scheut zu betonen. "Es kommt wirklich selten vor, dass jemand diese 90 Sekunden perfekt nutzt, um sich zu zeigen. Du lässt an keinem Ton irgendeinen Zweifel, dass du den nicht kriegst", zeigt sich auch Stefanie Kloß beeindruckt. Doch zu welchem Team möchte das Talent gehen?

Team Rea bekommt Zuwachs

"Mit euch allen verbindet mich etwas", erklärt Christian. Doch lange muss er nicht überlegen, bevor er seine Entscheidung trifft. "Ich gehe zu Rea", verkündet er strahlend. Rea grinst zurück, die anderen Coaches ziehen lange Gesichter, applaudieren aber trotzdem. Sie nehmen die Niederlage sportlich. 

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